Dr. Hans-Peter Karps Buch Gesunde Pferdefütterung jetzt erschienen
Das Buch Gesunde Pferdefütterung von Dr. Hans-Peter Karp ist seit Kurzem im Handel. Der Ratgeber aus dem Verlag Müller-Rüschlikon (Stuttgart) vermittelt auf 176 Seiten, Pferde so zu füttern, dass sie jeden Tag die Nähr- und Wirkstoffe bekommen, die sie brauchen.
Er gibt ferner praktische Tipps zum Weidemanagement und bespricht, dass Pferde krank werden, wenn man sie falsch füttert. Ein Buch, zu sehen als Kompetenzprodukt: Dr. Hans-Peter Karp ist Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Nürtingen, arbeitet als Produktmanager für Pferdefutter und hat als Reiter, Züchter und Turnierrichter einen direkten Bezug zum Pferdesport. Er beschäftigte sich bereits während seines Studiums der Agrarwissenschaften damit, wie man Pferde füttert, dass sie im Lack stehen und leistungsbereit sind:
"Zum Beispiel die traditionelle Haferfütterung hatte erhebliche Nachteile im Hinblick auf das medizinische Risiko und auch bezüglich der Kalziumversorgung. Doch darauf musste man erst mal kommen. Die moderne Pferdefütterung profitiert nun von wissenschaftlichen Erkenntnissen. Man verbindet stets die neuesten Ergebnisse der Forschung mit praktischen Konzepten. Eine intensive Zusammenarbeit mit Universitäten und Fachhochschulen, ein enger Austausch mit namhaften Gestüten und Trainingsställen und eine intensive Diskussion mit Reitern und Pferdebesitzern ermöglichen, alltagsbezogene Fütterungsstrategien zu entwickeln. Solche Futterrezepte sind heute natürlich schmackhaft, Liebe geht beim Pferd immerhin auch durch den Magen, doch es muss Pferd bleiben. Gefüttert wird nach Habitus, daher sollte stets genau berechnet sein, wie viel Energie das Futter enthält, das ihm vorgelegt wird. Die über den Bedarf hinausgehende Gabe an Mineralien und Vitaminen praktiziert man bei Pferden noch oft, sie hat keine Vorteile. Im Gegenteil: Die Fütterung bringt immer nur das genetische Potenzial und den Trainingseffekt voll zur Geltung.
Zunächst beeinträchtigen schon falsche Fütterungskonzepte oder unzureichende Futterqualität die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit. Und einige Schwierigkeiten in der Fütterung von Pferden fallen mir immer wieder auf. Beispielsweise versorgt man Pferde aus übertriebener Angst vor Eiweißüberschüssen oft mit zu niedrigen Mengen an wichtigen Aminosäuren, während die zu üppige Kohlenhydratversorgung über Getreide Stoffwechselprobleme wie Hufrehe, Cushing oder das equine metabolische Syndrom (EMS) provoziert. Dabei findet der Kunde für sein Pferd heute eigentlich leicht die jeweils beste Lösung, was er ihm vorlegen kann. Schließlich gibt es eine große Auswahl Futtermittel am Markt und es gibt Möglichkeiten, sich vor dem Kauf genauer zu informieren. Für 90 % der Pferde genügt bereits eine Ration mit gutem Grundfutter (Heu oder Silage und Stroh) verbunden mit einem Ergänzungsfutter, das darauf abgestimmt ist, was das Pferd leistet. Allerdings sind die Bedingungen in der Praxis sehr unterschiedlich, sodass je nach Grundfutterqualität selbst dann zusätzlich Mineral- oder Vitaminerzeugnisse notwendig werden können."
So manchem Reiter liegt es am Herzen, dass er sein Pferd richtig füttert. Dabei unterstützen ihn bereits die Informationen aus dem Buch Gesunde Pferdefütterung von Dr. Hans-Peter Karp.
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